So machst du das Beste aus einem Praktikum

Die meisten, die ein Praktikum machen nehmen hohe Kosten auf sich und haben beides, implizite und explizite Erwartungen darüber, was es ihnen bringen wird. Also ist die Frage danach, wie man ein gutes Praktikum machen kann zentral für jeden Praktikanten.

Im Rückblick auf meine Erfahrungen der letzten Jahre als Praktikant – und mit den Geschichten die mir andere Praktikanten erzählt haben – habe ich zu sieben kritische Dinge gesehen, die vermutlich den gesamten Unterschied machen, inwiefern ein Praktikum für dich ausgeht.

Ryan Kearns » Praktikum, Schrift, Kirche, Weisheit, Berufung // Übersetzung Andreas Fronius

1. Habe Demut
Es ist unmöglich etwas neues von jemandem zu lernen, wenn du denkst, dass du bereits alles weist (Sprüche 11,2). Während der Leiter in dir vielleicht von Zeit zu Zeit Schwierigkeiten mit den Methoden der Leiter hat unter denen du dein Praktikum absolvierst, erinnere dich daran, dass das jetzt eine Zeit zum Lernen und Dienen für dich ist, und keine Zeit zum Anführen. Es ist wichtig in Erinnerung zu behalten, dass der Herr dir eher eine geistige Haltung beibringen möchte wie man dient und sich unter Autorität verhält, als wie man einen Dienst führt (1Petrus 5,5). Demut ist oft die Grundgewohnheit die Gott in dir kultivieren möchte, so dass du auf lange Frist gesehen erfolgreich im Dienst sein kannst.

2. Sei ein Generalist, kein Spezialist
Während du als Praktikant einer speziellen Abteilung oder einem gesonderten Arbeitsbereich eingeteilt bist, denke daran, dass du da bist um der gesamten Kirche zu dienen. Zu Zeiten wirst du vielleicht nach Mitarbeit in Bereichen gefragt, von denen du es dir nicht vorgestellt hattest. Mache dir nicht so viele Sorgen darüber, was deine Rolle ist. Sondern frage dich vielmehr, wo du von Nutzen sein kannst. Die besten Praktikanten sehnen sich danach allen möglichen Arbeitsbereichen ausgesetzt zu sein und so viel wie möglich über die Kirche und ihre Mission zu lernen. Das bringt uns zum nächsten Punkt.

3. Es ist immer deine Aufgabe
Sei bereit jede Aufgabe anzunehmen, die sich dir als Praktikant stellt. Wenn du dir diese Haltung für dich einnimmst, wirst du dich selbst davor bewahren bitter zu werden oder zu meckern, wenn etwas von dir verlangt wird, worauf du keine Lust hast. „Das gehört nicht zu meinem Job“ sollte ein Satz sein, der nie aus deinem Mund kommt wenn deine Leiter jemanden für eine Arbeit suchen. Daneben ist es für den gesamten Dienst der noch in deinem Leben kommen wird von Vorteil, eine Person zu sein die Dinge erledigt als dienstbereit bekannt ist (Kolosser 3,23-24).

4. Sprich über deine Erwartungen
Mache dir ein Bild darüber, was von dir erwartet wird und kommuniziere, was du selbst erwartest. Die Frustration von vielen Praktikanten kommt oftmals von unrealistischen oder nur vagen Erwartungen darüber wie ihr Praktikum sein wird. Es wird häufig so sein, dass du nicht regelmäßig predigen wirst, die Vision für die Arbeit definieren wirst, oder wichtige Schulweite Entscheidungen treffen wirst. Schreibe dir deine Erwartungen auf und finde heraus, ob sie realistisch sind.

5. Hole Feedback ein
Es gibt nichts was so schmerzhaft aber zur selben Zeit auch gewinnbringend ist wie ehrliches Feedback (Sprüche 27,6). Doch es gibt viele, die einem ehrlichen Feedback aus dem Weg gehen. Du musst wissen, dass dein größtes Wachstum durch kritisches Feedback kommt (Sprüche 19,20). Wenn es dir ernst ist ein Leiter zu werden, herauszufinden wie Gott dich verkabelt hat, und dort ankommen möchtest, wo Gott dich haben möchte, dann wirst du darauf bestehen echtes und ehrliches Feedback zu erhalten – und das nicht nur einmal, sondern regelmässig.

6. Mache dir bewusst wie du auf andere wirkst
Aus dem holen von Feedback solltest du eine Leiter-Qualität erhalten, die oft unterschätzt wird: Selbstwahrnehmung. Dein Praktikum ist eine erstklassige Chance um ehrlich mit dir selbst zu sein und herauszufinden wer du bist, bzw. nicht bist (Römer 12,3). Lass deine Leiter, die Erfahrungen die du machst und die Stimmen aus der Community während deines Praktikums erklingen um dir aufzudecken, worin du wirklich gut bist, nicht worin du gerne gut wärest. Selbstwahrnehmung wächst wenn du mit den Gaben die Gott dir gegeben hat zufrieden ist – anstatt seine Zuflucht in den Gaben zu suchen, die man gerne hätte.

7. Ergreife die Initiative in deiner Entwicklung
Und wenn du deine Selbstwahrnehmung mittels Feedback wirklich pushen möchtest, dann kümmere dich um deine Entwicklung und initiiere die Gespräche und Beziehungen die du brauchst. Oft kannst du dich als Praktikant so fühlen, als ob man nicht genug in dich investiert. Und wenn das vielleicht sogar wahr ist, ergreife die Initiative für deine eigene Entwicklung und suche dir die Leiter, Bücher und Menschen von denen du lernen möchtest. So wird das dienen in Missionsarbeit für den Rest deines Lebens aussehen, also beginne schon heute mit dem Formen der Gewohnheit deine Entwicklung proaktiv anzugehen. Du bist es, von dem Jesus erwartet der beste Verwalter zu sein und die Gaben die er dir gegeben hat zu fördern (2. Timotheus 2,15).

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