Was ich von Top-Bloggern gelernt habe

GeraetIch lese gerne Blogs. Sehr gerne sogar. Um ehrlich zu sein lese ich fast ausschliesslich Blogs und Bücher und fast nie Zeitschriften oder Zeitungen. Die sind mir zu teuer, und bei uns gibt es keine Blaue Tonne. Nach drei Monaten wäre ich vermutlich ein Printmedienmessie und arm… Zurück zum Thema. Zum Start meines Blogs habe ich darüber nachgedacht, was ich von anderen Bloggern gelernt habe um es auf meiner eigenen Seite umsetzen zu können. Das hier ist meine Zusammenstellung der Dinge die ich von den besten Bloggern Deutschlands und dem Rest der Welt gelernt habe. Wenn du ein guter Blogger werden willst:

1. Stelle Fragen am Ende eines Artikels

Zum ersten Mal ist mir das auf Tim Schmoyers Blog, http://www.studentministry.org aufgefallen. Er ist so etwas wie ein Guru für Jugendarbeit und hat in den letzten Jahren einen Großteil seines Lebensunterhalts mit Blogs und YouTube Videos erworben. Durch die Fragen bewirkt er vor allem zwei Dinge:

Frage von Studentministry
Ein Beispiel für eine Frage am Ende eines Artikels. Quelle: http://studentministry.com
  1. Die Leser seiner Artikel werden zum Nachdenken über den Inhalt angeregt. Oft überfliegt man als Leser einen Artikel kurz. Die Frage fordert heraus sich tiefer mit dem Geschriebenen zu beschäftigen.
  2. Die Leser werden indirekt zum kommentieren des Artikels aufgefordert. Indem er ihnen eine konkrete Frage stellt, gibt er seinen Kommentatoren auch schon die Richtung des Kommentars vor und setzt die Hürde zum Kommentieren so niedrig wie möglich.

2. Mache Verallgemeinerungen

“Verallgemeinerungen sind gut!”. Bevor du jetzt aufschreist: “Das geht mir schon bei Punkt zwei zu weit!”, denke über die folgenden Verallgemeinerungen nach:

  • Das Buch der Sprüche, und damit Antike Weisheitsliteratur im Allgemeinen, besteht fast ausschliesslich aus Verallgemeinerungen.
  • Verallgemeinerungen helfen beim lernen. Ich baue mir Eselsbrücken, schreibe Zusammenfassungen und ja, stelle Verallgemeinerungen an um Dinge besser begreifen zu können.
  • Ich schenke Verallgemeinerungen wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Wenn ein Zeitungsartikel eine reisserische-verallgemeinernde Überschrift hat, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ich ihn lesen werde. Selbst dann, wenn mich das Thema gar nicht interessiert.

Ein Beispiel für einen solchen Artikel ist “Kühe mit Namen geben mehr Milch” von Markus Emmerich. In dem Artikel wird ein Beispiel aus der Tierwelt genommen, verallgemeinert und auf Beziehungsarbeit in der Jugendarbeit übertragen.

3. Reagiere zügig auf Kommentare

Ein Blog lebt von der persönlichen Note des Autoren. Wenn ein Blogger einen Kommentar erhält (Achtung: Verallgemeinerung) ist das einerseits eine Würdigung seiner Leistung, andererseits fängt damit auch der zweite Teil der Arbeit an, die Interaktion. Mir ist aufgefallen, das die besten und aktivsten Blogs von Leuten geleitet werden, die innerhalb von weniger als 24 Stunden auf einen Leserkommentar reagieren. Ein gutes Beispiel für diesen Punkt ist der Blog von Dustin W. Stout, dustn.tv, den ich für sein besonderes Design bewundere.

4. Bleibe beim Thema

Das Autor und Thema hängen oft ganz nah zusammen. Hier einige Beispiele:

  • Wer über in Deutschland Theologieblogs liest kommt nicht an Ron Kubsch vorbei. Er schreibt fast ausschliesslich über Theologie auf seinem Blog, theoblog.de.
  • Waldemar Justus schreibt auf deinem Blog Jesus24.de, wie der Name bereits erahnen lässt, ebenfalls über Theologie.
  • Und auf dem Blog nachfolgen.de von Danny Fröse geht es um das Thema der Christusnachfolge, bzw. Jüngerschaft.

So weit die Beispiele. Das einer dieser Autoren jemals über Tiernahrung oder orthopädische Einlagen bloggen wird ist sehr unwahrscheinlich. Ist ja nicht ihr Thema.

Wer einen Blog startet, sollte sich die Frage stellen: Was ist mein Thema? 

Was fehlt auf dieser Liste?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *