Month: February 2015

Und, schon deine Beerdigung geplant?!

So, jetzt nehmt mal alle ein Blatt raus und schreibt als Überschrift “Meine Beerdigung” drauf. Wenn ihr damit fertig seid möchte ich, dass ihr drei Dinge aufschreibt für die euch die Leute in Erinnerung behalten sollen. Für welche Taten wollt ihr bekannt sein? Da könnt ihr jetzt zum Beispiel hinschreiben:

  • Er war einer der besten Black Ops 2 Zocker, schon 2 Monate nach dem Release war er auf Prestige 11
  • Sie kannte sich bestens mit Freitagtaschen aus, wovon sie auch 10 Stück besaß
  • Sein Leben drehte sich ganz um seine Freunde, er war immer für sie da
  • Er war immer lustig und ist nie angeeckt
  • Sie hat es immer gut mit einem gemeint und hatte eine vergebende Haltung
  • Sie kümmerte sich um Kinder in Afrika, die niemanden hatten

Das war ein Ausschnitt aus einer Schülerandacht die ich vor kurzem in einer 8. Klasse gehalten habe. Auf die Frage nach der eigenen Beerdigung kam ich einige Tage vorher, als wir bei uns im Hauskreis den Film “not a fan” angeschaut haben.

Die Beerdigung eines Nachfolgers

Im Film geht es um einen Mann, der sich durchaus als Christ bezeichnen würde, doch Jesus nicht nachfolgt. Durch einen überlebten Herzinfarkt überdenkt er sein Leben noch einmal und entscheidet sich dazu Jesus von ganzem Herzen nachzufolgen. Einige Jahre nach dieser lebensverändernden Entscheidung stirbt er dann tatsächlich. Seine Beerdigung findet statt und die Gäste stehen nach und nach auf um der Trauergemeinde zu erzählen wie sie ihn erlebt haben. Das Feedback ist überwältigend, weil er als Nachfolger Jesu für andere da war, als er am meisten gebraucht wurde.

Nach dem Film haben wir uns in der Runde darüber ausgetauscht, was man wohl an unserer Beerdigung über uns sagen wird. Für welche Taten werden wir in Erinnerung bleiben?

In Psalm 90,12 steht:

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.

Wie wird deine Beerdigung aussehen?

Natürlich ist das für die Meisten eine unangenehme Frage. Schliesslich haben wir den Tod in unserer Gesellschaft an den Rand gedrängt. Heute kommt der Leichenwagen im Dunkel der Nacht. Oft bitten Angehörige über die Zeitungsanzeige von Beileidsbekundungen abzusehen. Und an der tatsächlichen Beerdigung möchte man dann auch nur die allernächsten Verwandten haben. Wie wird meine Beerdigung aussehen? Hier sind einige Fragen die ich mir in diesem Zusammenhang immer mal wieder stelle:

  • Wie viele Leute werden kommen?
  • Wer wird eingeladen sein?
  • Welche Musik soll laufen? Klassische Musik, Pop, Soundtracks?
  • Wirst du eine Liveband haben?
  • Was sollen die Leute über dich sagen?
  • Möchtest du verbrannt oder beerdigt werden?
  • Was passiert mit deinem Besitz?

Dieses Lied vom Grafen “Geboren um zu Leben” wird zur Zeit auf sehr vielen Beerdigungen gespielt. Ab Minute 2:50 geht der Gesang los.

Plane dein Leben vom Ende aus

Ich habe mal gehört, dass ein guter Krimi vom Ende aus geschrieben wird: Man beginnt also mit dem Ergebnis “Der Gärtner wars”, und schreibt dann eine Geschichte mit vielen Wendungen davor. Interessanter Gedanke…

Wenn man sein Leben von der Beerdigung aus plant fällt es viel leichter zu entscheiden was wirklich wichtig ist: Wofür man sich im Leben einsetzen soll und wofür man in Erinnerung behalten werden möchte.

Was sollen die Leute an deiner Beerdigung über dich sagen?

Die 6 besten Fotoquellen für Blogs

Wo finde ich gute Fotos für meinen Blog? Dieser Frage bin ich in den letzten Tagen nachgegangen. In diesem Artikel habe ich die besten Gratis- als auch Bezahlquellen zusammengetragen. Einige der Seiten nutze ich selbst sehr häufig. Die ersten drei Seiten sind gratis, die letzten drei teilweise bzw. ganz kostenpflichtig.

CREATIONSWAP – http://www.creationswap.com

Die christliche Fotoquelle: Wer auf der Suche nach explizit christlichen Fotos, Videos, Logos, Gemeindebrief-Vorlagen und Predigtillustrationen ist, wird creationswap lieben. Gratisbilder sind mit einer Plakette “Free” versehen.

PHOTOXPRESS – http://www.photoxpress.com

Die gratis-durchschnitts Fotoquelle: Auf photoXpress gibt es eine große Anzahl gratis Fotos. Die Qualität der Fotos ist eher durchschnittlich.

STOCK.XCHNG – http://sxc.hu

Die grösste gratis Fotoquelle: Von stock.xchng lade ich am liebsten Fotos für neue Artikel. Die meisten Artikelbilder aufhttp://holysheep.de entstammen stock.xchng. Vor einigen Jahren wurde die Seite von Getty Images aufgekauft. Glücklicherweise lassen die Betreiber die Seite gratis weiterlaufen. Um an die Fotos zu kommen muss man nur zwei Dinge tun: Erstens sich anmelden, und zweitens (je nach Lizenzart, die unter dem jeweiligen Foto eingeblendet ist), dem Fotografen eine Nachricht schreiben, bzw. seinen Namen lobend im Artikel auf deinem Blog zu erwähnen wo das Bild später angezeigt wird.

500PX – http://500px.com

Die creative commons Fotoquelle: Auf 500px erhält man einige der beeindruckendsten Fotos überhaupt. Sehr schöne Fotos erhält man dort für für Beispielsweise 2,99$. Eine Besonderheit der Seite ist, dass es auch eine Gratissammlung gibt. Die dort vorgestellten Fotos eignen sich ebenfalls für Blogger. Auf http://500px.com/creativecommons erhält man Fotos in verschiedenen Gratis-Lizenzmodellen. Wer mehr über solche Lizenzen erfahren möchte, kann das hier tun.

CLIPDEALER – http://de.clipdealer.com

Die deutschsprachige Fotoquelle: Auf ClipDealer gibt es gute Fotos für Blogger bereits ab 1,90€. Der Vorteil dieser Seite ist eindeutig die Sprache: Man kann mit deutschen Begriffen suchen und finden.

PHOTODUNE – http://photodune.net

Die günstig-hochwertige Fotoquelle: Auf photodune finden Blogger die oft besten Fotos zu einem guten Preis. Da die Seite noch recht jung ist gibt es zwar noch nicht so viele Fotos wie auf anderen Seiten, dafür sind Preis und Qualität der Fotos vollkommen ausreichend. Bilder für den eigenen Blog kann man dort ab 1$ erwerben. Photodune gehört zu meinen Favoriten.

DIE KLASSIKER

Dann gibt es natürlich noch die größten Fotoquellen. Auf diesen Seiten findet man einige der besten Fotos überhaupt. Sie eignen sich jedoch Eher für Verbraucher mit höherem Budget. Für normale Blogger sind diese meist uninteressant, da sie zu teuer sind:

Welche Fotoquelle nutzt du? Welche würdest du weiterempfehlen?

TOP 5 Predigten zu Jesus, Kreuzigung, Pornographie, Gebet und Jüngerschaft

In diesem Artikel möchte ich euch fünf der spannendsten Predigten vorstellen, die ich in den letzten Monaten gehört habe. Nachdem ich vor kurzem über die Predigtstile und Eigenheiten von Marc Driscoll, Matt Chandler und Francis Changeschrieben habe, ist mir wieder neu bewusst geworden wie wertvoll gute Predigten sind. Leider sind die meisten dieser Predigten auf Englisch. Hier sind meine TOP 5 Predigten der letzten Zeit:

Kreuzigung – Marc Driscoll

In What Did Jesus Accomplish on the Cross beschreibt Marc die Praxis der Kreuzigung auf sehr dramatische Weise. Warum war eine Kreuzigung so grausam? Wie wurde das Kreuz zum Folterinstrument? Wofür musste Jesus am Kreuz sterben? Was erreichte Jesus durch die Kreuzigung? Diese Predigt ist Teil der Serie Vintage Jesus der Mars Hill Church.

Jesus – Marc Driscoll

In Is Jesus the Only God geht Marc der Frage nach, wie Jesus in Popkultur, Religionen, Philosophien und Sekten dargestellt wird. Dann beleuchtet er Aussagen von Jesus über sich selbst. Das ist mit Sicherheit eine der ergiebigsten Predigten für mich gewesen. Diese Predigt ist Teil der Serie Vintage Jesus der Mars Hill Church.

Pornographie – Marc Driscoll

In The Porn Path geht Marc die Folgen von Pornokonsum an. Er beleuchtet das Thema von verschiedenen Seiten: Wie wirkt Pornographie auf die Kultur? Was verändert der Konsum am eigenen Charakter? Wie wird die Ehe beeinträchtigt? Was geschieht in der Pornoindustrie? Wie schädigt Pornographie? Mit Freunden haben wir uns neben dieser Predigt die gesamte Serie Real Marriage angeschaut. Die Serie ist nicht nur was für Ehepaare, sondern auch für Singles eine besondere Empfehlung.

Gebet – Francis Chan

In Prayer as a Way of Walking in Love: A Personal Journey erzählt Francis Chan aus seiner Gebetspraxis. Mit viel Humor und dem nötigen Ernst berichtet er von Gebetserhörungen und kleinen und großen Wundern. Warum ist das eigene Gebetsleben wichtig? Wie beeinflusst Gebet mein gesamtes Leben? Francis trifft den Nagel auf den Kopf: Gebet lohnt sich. Die nötige Motivationsspritze liefert er gleich mit. Es ist eine sehr ermutigende Predigt, nicht zuletzt weil man aus erster Hand erfährt, dass es nichts besonderes ist mit John Piper zu frühstücken.

Jüngerschaft – Dave Buehring

In Jüngerschaft geht Dave mit spannenden Illustrationen und Geschichten auf das Thema der Jüngerschaft ein. Gerade die Geschichte am Anfang der Predigt mit Übersetzung hat mir besonders gut gefallen. Die Predigt wurde als Gastpredigt in der Calvary Chapel Siegen gehalten. Weitere Predigten der Gemeinde kann man über den Predigtpodcast abonnieren und anhören.

Gibt es eine Predigt die du empfehlen würdest?

Ändere Deine Ansichten

Stephen Covey ist sowas wie ein Effektivitätsguru. Und zwar ein richtig guter. Von seinem Buch “Die 7 Wege zur Effektivität” wurden über 20 Millionen Exemplate verkauft. Viele Manager, Konzernchefs und Leiter in Deutschlands höchsten Positionen haben von seinen gesammelten Gedanken profitiert. In diesem Artikel geht es darum, wie meine Ansicht über eine Sache mein Verhalten ändern kann. Diese Geschichte erzählt Covey im Zusammenhang mit Paradigmenwechseln, die im Volksmund auch Aha-Erlebnis genannt werden:

Plötzlich geht einem ein Licht auf – wie bei dem Mini-Paradigmenwechsel, den ich an einem Sonntagvormittag in der New Yorker U-Bahn erlebte. Die Passagiere saßen still da, manche lasen Zeitung, andere waren in Gedanken versunken, einige hatten die Augen geschlossen und ruhten sich aus. Es war eine ruhige, friedliche Szene.

alte Sichtweise:

Dann stieg ein Mann mit seinen Kindern ein. Die Kleinen waren laut und ungestüm, die ganze Stimmung änderte sich abrupt.

Der Mann setzte sich neben mich und machte die Augen zu. Er nahm die Situation offenbar überhaupt nicht wahr. Die Kinder schrien herum, warfen Sachen hin und her, zerrten sogar an den Zeitungen der anderen Fahrgäste. Sie waren sehr störend. Aber der Mann neben mir unternahm nichts.

Es war schwierig, nicht davon irritiert zu sein. Ich konnte nicht fassen, dass er so teilnahmslos war, dass er seine Kinder dermaßen herumtoben ließ und nichts dagegen tat, überhaupt keine Verantwortung übernahm. Es war deutlich, dass sich auch alle anderen in der U-Bahn ärgerten. Mit aus meiner Sicht ungewöhnlicher Geduld und Zurückhaltung sprach ich ihn schließlich an: “Ihre Kinder stören wirklich sehr viele Leute hier. Könnten Sie sie nicht vielleicht etwas mehr unter Kontrolle bringen?”

neue Sichtweise:

Der Mann hob die Augen, als ob er sich zum ersten Mal der Situation bewusst würde, und sagte leise: “Oh, Sie haben Recht, ich sollte etwas dagegen tun. Wir kommen gerade aus dem Krankenhaus, wo ihre Mutter vor einer Stunde gestorben ist. Ich weiss nicht, was ich denken soll, und die Kinder haben vermutlich auch keine Ahnung, wie sie damit umgehen sollen.”

Können Sie sich vorstellen, was ich in dem Augenblick empfand? Mein Paradigma wechselte. Plötzlich sah ich die Dinge anders. Mein Ärger löste sich auf. Ich brauchte mich nicht darum zu bemühen, meine Einstellung oder mein Verhalten unter Kontrolle zu halten; mein Herz war von dem Schmerz des Mannes erfüllt. Mitgefühl und Sympathie konnten frei fließen. “Ihre Frau ist gerade gestorben? Oh, das tut mir so Leid. Wollen Sie darüber sprechen? Kann ich irgendwie helfen?” Alles veränderte sich in einem kurzen Augenblick.

In welchem Lebensbereich brauchst du eine neue Sichtweise?

Was ich von Top-Bloggern gelernt habe

GeraetIch lese gerne Blogs. Sehr gerne sogar. Um ehrlich zu sein lese ich fast ausschliesslich Blogs und Bücher und fast nie Zeitschriften oder Zeitungen. Die sind mir zu teuer, und bei uns gibt es keine Blaue Tonne. Nach drei Monaten wäre ich vermutlich ein Printmedienmessie und arm… Zurück zum Thema. Zum Start meines Blogs habe ich darüber nachgedacht, was ich von anderen Bloggern gelernt habe um es auf meiner eigenen Seite umsetzen zu können. Das hier ist meine Zusammenstellung der Dinge die ich von den besten Bloggern Deutschlands und dem Rest der Welt gelernt habe. Wenn du ein guter Blogger werden willst:

1. Stelle Fragen am Ende eines Artikels

Zum ersten Mal ist mir das auf Tim Schmoyers Blog, http://www.studentministry.org aufgefallen. Er ist so etwas wie ein Guru für Jugendarbeit und hat in den letzten Jahren einen Großteil seines Lebensunterhalts mit Blogs und YouTube Videos erworben. Durch die Fragen bewirkt er vor allem zwei Dinge:

Frage von Studentministry
Ein Beispiel für eine Frage am Ende eines Artikels. Quelle: http://studentministry.com
  1. Die Leser seiner Artikel werden zum Nachdenken über den Inhalt angeregt. Oft überfliegt man als Leser einen Artikel kurz. Die Frage fordert heraus sich tiefer mit dem Geschriebenen zu beschäftigen.
  2. Die Leser werden indirekt zum kommentieren des Artikels aufgefordert. Indem er ihnen eine konkrete Frage stellt, gibt er seinen Kommentatoren auch schon die Richtung des Kommentars vor und setzt die Hürde zum Kommentieren so niedrig wie möglich.

2. Mache Verallgemeinerungen

“Verallgemeinerungen sind gut!”. Bevor du jetzt aufschreist: “Das geht mir schon bei Punkt zwei zu weit!”, denke über die folgenden Verallgemeinerungen nach:

  • Das Buch der Sprüche, und damit Antike Weisheitsliteratur im Allgemeinen, besteht fast ausschliesslich aus Verallgemeinerungen.
  • Verallgemeinerungen helfen beim lernen. Ich baue mir Eselsbrücken, schreibe Zusammenfassungen und ja, stelle Verallgemeinerungen an um Dinge besser begreifen zu können.
  • Ich schenke Verallgemeinerungen wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Wenn ein Zeitungsartikel eine reisserische-verallgemeinernde Überschrift hat, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ich ihn lesen werde. Selbst dann, wenn mich das Thema gar nicht interessiert.

Ein Beispiel für einen solchen Artikel ist “Kühe mit Namen geben mehr Milch” von Markus Emmerich. In dem Artikel wird ein Beispiel aus der Tierwelt genommen, verallgemeinert und auf Beziehungsarbeit in der Jugendarbeit übertragen.

3. Reagiere zügig auf Kommentare

Ein Blog lebt von der persönlichen Note des Autoren. Wenn ein Blogger einen Kommentar erhält (Achtung: Verallgemeinerung) ist das einerseits eine Würdigung seiner Leistung, andererseits fängt damit auch der zweite Teil der Arbeit an, die Interaktion. Mir ist aufgefallen, das die besten und aktivsten Blogs von Leuten geleitet werden, die innerhalb von weniger als 24 Stunden auf einen Leserkommentar reagieren. Ein gutes Beispiel für diesen Punkt ist der Blog von Dustin W. Stout, dustn.tv, den ich für sein besonderes Design bewundere.

4. Bleibe beim Thema

Das Autor und Thema hängen oft ganz nah zusammen. Hier einige Beispiele:

  • Wer über in Deutschland Theologieblogs liest kommt nicht an Ron Kubsch vorbei. Er schreibt fast ausschliesslich über Theologie auf seinem Blog, theoblog.de.
  • Waldemar Justus schreibt auf deinem Blog Jesus24.de, wie der Name bereits erahnen lässt, ebenfalls über Theologie.
  • Und auf dem Blog nachfolgen.de von Danny Fröse geht es um das Thema der Christusnachfolge, bzw. Jüngerschaft.

So weit die Beispiele. Das einer dieser Autoren jemals über Tiernahrung oder orthopädische Einlagen bloggen wird ist sehr unwahrscheinlich. Ist ja nicht ihr Thema.

Wer einen Blog startet, sollte sich die Frage stellen: Was ist mein Thema? 

Was fehlt auf dieser Liste?

Psychologie im Webdesign: Worauf Nutzer als erstes achten

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(Foto: K2_UX  / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA )

Worauf achtest du, bewusst oder unbewusst, als erstes auf einer Webseite? Normalerweise schweifft der Blick von oben links, der Stelle an der das Logo erwartet wird zu Titeln oder Überschriften, wo der Zieltext erwartet wird. Ilja Zaglov hat einen interessanten Artikel über Psychologie des Webdesign zusammengestellt. In seinem Artikel schreibt er auch über die Bedeutung von Farben auf Webseiten:

Farben

Gute Fragen für die Selbst-Seelsorge

Ich habe einen Kompass zum beantworten von schwierigen Fragen gefunden. Wenn ich beispielsweise wissen möchte, ob ich etwas tun oder lassen soll, oder ob etwas gut, bzw. schlecht für mich ist, helfen diese vier Fragen ungemein:

  1. Was sagt Gott dazu?
    Es gibt Dinge, die verurteilt Gott. Und wenn das so ist, hat er sicher einen guten Grund dafür. Deshalb steht diese Frage für mich auch an erster Stelle.
  2. Was sagt das Gesetz dazu?
    Manche Dinge kommen nicht in der Bibel vor, doch in Gesetzestexten des eigenen Landes steht etwas darüber.
  3. Macht es abhängig?
    Hat die Sache die ich tun möchte das Potential mich süchtig oder abhängig zu machen? Werde ich unfrei durch diese Tätigkeit?
  4. Ist es hilfreich?
    Zu guter letzt steht noch die Frage, ob mir die Sache überhaupt weiterhilft. Was ist der Gewinn? Was nutzt mir die Sache?

Beispiel: Soll ich mit dem Rauchen anfangen?

A.) Gott sagt nichts direkt dazu.
B.) Das Gesetz warnt mich auf den Zigarettenpäckchen.
C.) Es macht abhängig.
D.) Es wirkt sich lediglich zerstörerisch auf meinen Körper aus… und mal ehrlich: Wer küsst schon gerne jemanden, dessen Mund nach Aschenbecher schmeckt.

Beispiel: Soll ich einen Teil meines Geldes einer Gemeinde spenden?

A.) Gott sagt im Alten und Neuen Testament positives dazu.
B.) Das Gesetz ist zufrieden, wenn du deine Steuern bezahlst und findet, Leute die Spenden sind toll, weil das die Wirtschaft ankurbelt.
C.) Spenden macht unabhängig von materiellen Dingen.
D.) Und es ist hilfreich sich auf wesentliches im Leben zu konzentrieren.

Beispiel: Soll ich mich tätowieren lassen?

A.) In der Bibel wird man zu einem guten Umgang mit dem eigenen Körper aufgerufen. Schliesslich möchte Gott in jedem Menschen wohnen. Zu Tätowierungen als Körperschmuck findet sich jedoch reichlich wenig in der Bibel.
B.) Vielleicht braucht es ein Mindestalter. Da müsste man sich informieren. Bekannt ist mir jedoch, dass es bestimmte Symbole gibt, die nicht tätowiert werden dürfen, bzw. in der Öffentlichkeit bedeckt bleiben müssen (z.B. Hakenkreuze). Auch können Tätowierungen als Einstellungskriterium von Arbeitgebern verwendet werden. Mit anderen Worten: Man wird vielleicht nicht eingestellt, weil man eine Tätowierung hat. Fazit: Der Gesetzgeber verbietet es nicht. Man nimmt jedoch “gesellschaftliche Einschränkungen” mit einer Tätowierung in Kauf.
C.) Auf einem Flug von Seattle nach Philadelphia erzählte mir ein Russe, der an beiden Händen tätowiert war: “Es ist, als würdest du dem Tatoo gehören… du bist nicht mehr frei.” Da Tätowierungen stets am Körper bleiben, können sie auch Handlungen beeinflussen. Andere würden vielleicht sagen: Das Tatoo ist ein Symbol für einen Lebensabschnitt oder eine Geschichte die ich erlebt habe. Fazit: Ich habe beides an Reaktionen zu Tatoos gehört: Einige Leute bereuen die Tätowierung als Einschnitt in in die persönliche Freiheit. Sie sagen, dass die Tätowierung den Lebenskomfort gesenkt hat. Andere freuen sich auch noch nach Jahren an der eigenen Tätowierung. Gerade in den USA hat man das Gefühl, dass das Tätowierungsgewerbe boomt.
D.) Hilfreich auf dem Arbeitsmarkt: Eher nicht. Hilfreich zur Selbstverwirklichung: Möglich wär’s. Hilfreich in der Beziehung zu Gott: Ich bezweifle es.

Hier liegt mir als Ratsuchendem eine Pattsituation vor: Einerseits hätte ich gerne eine Tätowierung… sonst hätte ich ja nicht danach gefragt. Andererseits sind damit so viele Risiken verbunden, dass ich mir vorerst keins stechen lassen würde.

Lebenstipps Oberstufenschüler und Studis

Aaron Bauer hat auf seinem Blog den spannenden Artikel “Advice to College Freshmen” geschrieben. Hier ist die Übersetzung mit Berücksichtigung der Leserkultur:Für die letzten drei Jahre bestand ein Großteil meines Jobs darin Oberstufenschülern beim Übergang zum Studium und damit in das Leben eines Erwachsenen zu begleiten. Im Verlauf ihres letzten Schuljahres haben wir so gut wie über jedes Thema geredet, dass es da draussen gibt. Jetzt verlassen sie die Schule oder befinden sich bereits in der nächsten Phase ihres Lebens. Hier ist eine Zusammenstellung der Themen über die wir geredet haben.

1. Zeige mir deine Freunde und ich zeige dir deine Zukunft

Es ist garantiert, dass Leute ihren Freunden in bestimmten Bereichen sehr Ähnlich werden. Zu diesen Bereichen gehören Werte im Leben und Dinge, die sie gut finden. Sei unglaublich wählerisch, was deine besten Freunde angeht.

2. Du wirst nie mehr geliebt sein als du es jetzt gerade bist

Der Designer des Universums hat dich genau so geschaffen, wie er dich schaffen wollte. Er mag, wer du bist und hat dich so sehr geliebt, dass er sein eigenes Leben für dich geopfert hat um dich zurück in eine Beziehung mit ihm zu bringen. Wenn das stimmt, dann kann kein anderer Junge, kein anderes Mädchen, keine Party, keine Note, kein Freund, kein Job, kein Auto, kein Kleid, kein Videospiel und kein Sex dich je mehr lieben, oder geliebt machen als du es jetzt schon bist. Wisse, wer du bist und lebe diese Identität aus.

3. Facebook ist dein neuer Lebenslauf

Alles was du auf deinen Social Media Accounts postest ist permanent. Und ja, Arbeitgeber werden sich deinen Facebook Account ansehen, wenn du dich für einen Job bewirbst. Ich weis das, weil ich es selbst schon gemacht habe. Sei weise.

4. Du bekommst nur einen Körper

Alkohol und Tabak werden deinem Körper schaden, wenn du sie exzessiv nutzt. Und Drogen? Hmmm… sie lassen dich aussehen wie der böse Senator aus Star Wars. Du bekommst nur einen Körper. Kümmere dich um ihn. Iss gesund, mache Sport und ruhe dich aus. Dein Körper ist ein unglaubliches Geschenk. Du willst ihn nicht kaputt machen… Schliesslich willst du noch ungefähr 80 Jahre drin leben.

5. Entweder wächst du näher zu Gott oder du entfernst dich von ihm

Ich glaube, dass sich alle Beziehungen entweder vertiefen oder auseinandergehen. Zeit die gemeinsam, mit bedeutenden Gesprächen verbracht wird, wird zur Vertiefung der Beziehung beitragen. Die andere Person zu ignorieren wird zu einer Distanzierung beitragen. Da gibt es kein Mittelfeld. Ich glaube, dass unsere Beziehung mit Gott auch so funktioniert. Folge ihm nach und schaffe Raum für ihn in deinem Kalender.

6. Du wirst jemanden heiraten, den du datest

Beziehungen werden auf der Uni anders sein als während deiner Schulzeit. Dating hat größere Konsequenzen in guter wie in negativer Hinsicht. Fakt ist, dass du jemanden heiraten wirst, den du datest. Natürlich gäbe es auch hier eine Ausnahme, sollten deine Eltern eine Ehe für dich arrangieren. Sollte das auf dich zutreffen, müssten wir vielleicht mal reden.

Auf jeden Fall wirst du vermutlich eines Tages verheiratet sein. Und davor wirst du verlobt sein, und davor wirst du auf Dates ausgehen. Mein Rat: Date nur Leute, mit denen du dir auch eine Ehe vorstellen könntest.

7. Richtung, nicht Intention, bestimmt dein Ziel (The Principle of the Path, Andy Stanley)

Das Leben ist ein Weg. Und die Entscheidungen die du heute treffen wirst, werden deine Zukunft direkt beeinflussen. Es gibt keine Abkürzungen im Leben und Wunschdenken wird dich nicht weit bringen. Wenn du als Jugendlicher finanziell unabhängig sein möchtest, dann verschulde dich nicht mit Ratenzahlungen. Wenn du in zehn Jahren eine innige und glückliche Ehe haben möchtest, dann schlaf jetzt nicht mit jedem x-Beliebigen. Richtung, nicht Intention, bestimmt dein Ziel.

8. Das Leben liegt an der Kreuzung deiner Gaben, Leidenschaften und Gottes Mission

Gott hat eine Mission. Er rettet Leben für jetzt und die Ewigkeit. Er möchte dich als Partner dafür gewinnen. Dafür bist du gemacht. Du bist für einen bestimmten Zweck veranlagt und begabt. Ein bedeutendes Leben wird dann gefunden, wenn deine Gaben und Leidenschaften mit Gottes Mission in dieser Welt zusammenkommen. Kümmere dich um die große Aufgabe, herauszufinden zu wem dich Gott machen möchte. Achte auf die Dinge, die Gott um dich herum tut und investiere dich in diese Dinge.

9. Deine Eltern sind klüger als du

Die Uni wird einige irreversible Veränderungen in die Beziehung mit deinen Eltern bringen. Trotzdem solltest du nicht aufhören auf sie zu hören. Deine Eltern haben mindestens die doppelte Lebenserfahrung, die du vorzuweisen hast. Sie verstehen wie das Leben funktioniert. Weise Menschen behandeln ihre Eltern mit Respekt und hören sich ihre Ratschläge an. Sicher wird es Zeiten geben, in denen sie sie nicht verstehen werden und auch Zeiten, in denen die Eltern falsch liegen… aber bitte merke dir, dass deine Eltern klüger sind als du.

10. Schulden zerstören zukünftige Möglichkeiten

Ich habe Freunde die gerne Jugendpastoren werden möchten, sich als Missionare einsetzen, Kinder haben, ein Haus kaufen, reisen oder Heiraten möchten, aber sie können es nicht. Sie können es nicht, weil sie es sich nicht leisten können. Sie ertrinken buchstäblich in Schulden, Krediten und Ratenzahlungen.

Schulden zerstören zukünftige Optionen. Sie nehmen einem Möglichkeiten und können Träume zerstören. Sei vorsichtig mit Schulden.